Mission Philippinen newsletter Nr.17

 

 

Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

die Neuigkeiten über unseren Dienst in Manila kommen immer noch aus Blaustein, weil für uns eine Einreise in die Philippinen nur mit sehr großem Aufwand möglich ist. Außerdem ist die ganze Metro Manila zum Hochrisiko-gebiet eingestuft. Dieser Umstand schränkt auch unsere Bewegungsfreiheit drastisch ein, und wir könnten nicht einmal das Haus verlassen.

 

Unser Pastor Rodel betreut die zu uns gehörenden Familien, welche über drei Verwaltungsbezirke verteilt leben. Dazu braucht er jedes Mal eine Genehmigung der zuständigen Behörden. Seine Jugendgruppe steht ihm hilfreich zur Seite, und zusammen nehmen sie die Aufgaben der Gemeinde wahr. Dazu gehört auch der aufgeteilte Kinderdienst an drei Standorten. Bibellehre gibt es 3-mal pro Woche, präsent durch Rodel, online durch UPC Nachbarpastor Oscar und aus Germany von Siegfried.

 

Zur Unterscheidung: die oben beschriebene Situation ist die der Gemeinde „Jesus life unlimited“ in Manila, die Adresse ist Pres. Quirino Ave 1308. Kurz bezeichnet JLU Q.

 

Die zweite Gemeinde ist in Quezon City. Da wir sie nicht nochmal mit Q bezeichnen können, hängen wir den Stadtteil Fairview dahinter, also JLU F. Geleitet wird sie durch Pastor Russel und Angelina Molina M. In JLU F ist die Situation ähnlich, die Gemeinde wächst auch und ist mit ähnlichen Tätigkeiten unterwegs wie JLU Q. Ihnen stehen schon Räumlichkeiten zur Verfügung, und sie bieten den Kindern jetzt im Lockdown Talentförderung für Lobpreis an.

 

Seitdem diese Gemeinde wieder aktiv sein kann, ist die Anzahl der Kinder von 15 auf mehr als 40 gestiegen.

 

Zusammen gefasst werden nun mehr als 50 Familien mit etwa 150 Kindern durch Mission Philippines mit Gemeindebetrieb, biblischer Bildungsförderung, allgemein schulischer Bildung, Grundversorgung durch Essen und Grundnahrungsmittel sowie medizinischer Hilfe unterstützt.

 

Inzwischen haben wir 2 Reisproduzenten, welche uns zum Sonderpreis und zusätzlichen kostenlosen Reissäcken qualitativ hochwertigen, regional produzierten Reis (keinen Bruchreis) gerne liefern. Die bisherige von uns verteilte gesamte Menge ist nun bei mehr als 17.000 kg. Dazu gibt es Cornedbeef und Sardinen in Dosen. Celso Dimanlig ist zuständig für Verwaltung der Güter und die bedarfsorientierte Verteilung an die Familien beider Gemeinden, sowie einem Waisenhaus und einem Heim für verlassene Babys.

 

Das gute Gelingen des vielseitigen Dienstes in dieser außergewöhnlichen Zeit freut uns sehr.

 

Wir bedanken uns herzlich für das kostbare Mitwirken von freudigen Unterstützern.

 

„Wer großzügig ist, wird gesegnet sein, denn er teilt sein Brot mit den Armen.“

 

Sprüche 22, 9

Siegfried & Shirly Sauter

 

Newsletter Nr. 15 

22. November 2020

 

 

Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

 

unsere Kinder dürfen wieder vor die Türe und freuen sich sichtlich! 

 

Seit unserem letzten Bericht sind einige Wochen vergangen, und fast täglich ereilen uns Neuigkeiten von unseren Mitarbeitern aus Manila. Im ganzen Land verschlechtert sich weiterhin die gesamte Lebenslage, und die dramatischen Folgen der Pandemie werden zusätzlich durch häufige und heftige Taifune noch katastrophaler. Die Stadteile Manilas, in denen wir aktiv sind, wurden vom Schlimmsten verschont.

Weder die Menschen noch die provisorischen Unterkünfte erlitten einen Schaden.

 

Doch die Arbeitslosigkeit steigt enorm und liegt derzeit bei mehr als 25%, dadurch ist der Bedarf für Familienhilfe und medizinische Versorgung deutlich gestiegen. Die von uns ab März gekaufte Reismenge beträgt jetzt etwa 5.000 kg. Den notwendigen Vorrat an Reis für Dezember haben wir bereits zu erschwinglichen Preisen gehamstert, da die Kosten für Lebensmittel vor Weihnachten noch weiter ansteigen.

 

Lokale Spender haben uns weitgehend mit den wöchentlichen Mahlzeiten für 100 Kinder unterstützt, dadurch hatten wir für neue Sonderausgaben genug Mittel zur Verfügung. Es ist uns sogar möglich, zusätzlich einem Heim für verlassene Säuglinge und einem Waisenhaus mit Milch, Windeln, Medikamenten, Vitaminen u. ä. auszuhelfen. Die Angestellten dieser Einrichtungen hatten beobachtet, dass es unseren Kindern besser geht als vielen anderen, und nach Hilfe gefragt.

 

Unsere 50 Schulkinder kamen durch eine zweck- und fristgebundene Spende in den Genuss neuer Sportschuhe.

 

Auch der Betrieb unserer "Jesus Life unlimited"- Gemeinde konnte relativ gut weiterlaufen. Jeden Samstag gibt es an zwei Standorten für alle Kinder eine Andacht. Unser fast fertig ausgebildeter Pastor Rodel Arguelles, unser Nachbarpastor und eine Online-Bibelstunde „made in Germany“, sorgen für lückenlose Versorgung des Geistes. Ab Sonntag, den 6.Dezember, sind unter Auflagen wieder Live-Gottesdienste erlaubt.

 

Es freut uns sehr, diese guten Nachrichten in ungewöhnlich trüben Zeiten mitteilen zu können. Allen Freunden und Unterstützern danken wir ganz besonders für die großartige Hilfe, welche uns selbst in schwierigen Zeiten, Erfolg ermöglicht hat. Mit großer Zuversicht schauen wir auf das neue Jahr!

 

 Herzlichen Dank!

Wir wünschen ein frohes Fest und ein gesegnetes, neues Jahr.

 

Siegfried & Shirly Sauter

 

 

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Newsletter Nr. 14

12. August 2020

 

 

Hallo, liebe Freunde und Partner unserer Missionsprojekte!

 

 Es ist wieder an der Zeit, über unseren Dienst in Manila zu berichten. Kurz zusammengefasst könnte man sagen, vielen Menschen in Metro Manila geht es viel schlechter als je zuvor in ihrem Leben, Hilfe kann fast nur aus dem Ausland kommen. Mission Philippines ist den gestiegenen Anforderungen gewachsen und kann für nahezu 100 Familien das Elend lindern. DANKE FÜR DIE GROSSARTIGE UNTERSTÜTZUNG!

 

Der strenge Ausnahmezustand herrscht nun schon im sechsten Monat. Versorgung von der Regierung ist kaum oder gar nicht bei den Hungernden angekommen, und es gibt keine verlässlichen Informationen darüber, wann und wie wieder Schulbeginn für die Kinder sein wird. Wer keine hilfreiche Verbindung ins Ausland hat, muss noch mehr um Überleben kämpfen. Selbst Pastoren, die vom Opfer der Gemeinde leben, sind davon betroffen. Erfreulicherweise können wir zwei befreundeten Gemeinden helfen. 

 

Wir, Shirly und Siegfried, können in Manila zurzeit nichts ausrichten, denn wir dürften dort selbst nach wochenlanger Quarantäne das Haus nicht verlassen. Unser pensionierter Verwaltungsbeamter und Mitarbeiter Celso hat nun die gesamte organisatorische Abwicklung übernommen. Er besorgt die Nahrungsmittel und gibt sie an unsere Mitarbeiter weiter. Es ist ihm gelungen, Sponsoren für 100 Kindermahlzeiten jeden Samstag zu finden. Es sind lokale Politiker, Filippinos im Ausland und sogar Jollybee, Celso Dimanlig, eine weltweite Fastfood-Kette. Das hat es uns ermöglicht, die Familienhilfe zu steigern. Letzte Woche hatten wir 500 kg Reis bestellt, dazu hat der Reisverkäufer 150 kg gespendet und etwa 100 kg hat ein Filippino aus Japan finanziert. Wir hatten dann 650 kg Reis zum Preis von 400 kg.

für

 

Für unsere Gemeinde "Jesus - Life Unlimited" läuft der Betrieb behelfsmäßig mit dem Gottesdienst am Sonntag durch Video-Übertragung aus dem Wohnhaus des benachbarten Pastors weiter. Des Weiteren gibt unser Pastor in Ausbildung, Rodel Arguelles, einmal wöchentlich Bibelstunde online. Da nicht alle, die teilnehmen möchten, ein Smartphone oder Datenguthaben besitzen, bereiten wir eine zusätzliche Video-Bibelstunde vor dem Verwaltungsgebäude mit unserer Beteiligung aus Deutschland vor. Trotz Versammlungsverbot erlaubte uns die Verwaltung dies unter gewissen Auflagen.

 

Psalm 41,2:

"Wie glücklich ist der, der sich für Schwache einsetzt!"

 

 Herzlichen Dank dafür, dass ihr dies tut und euer Herz nicht verschließt vor der Notlage armer Menschen!

In liebevoller Verbundenheit,

 

Siegfried & Shirly Sauter

 

 

 

Im Slider unten noch einige aktuelle Fotos aus unserem Wirkungsfeld.